Käse und Schwangerschaft
Käse und Schwangerschaft

Käse & Schwangerschaft

So essen Sie sicher in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft sind Frauen besonders auf gesunde Ernährung angewiesen und haben einen erhöhten Bedarf an bestimmten Nährstoffen. Der Genuss von Milchprodukten wie Käse kann einen wertvollen Beitrag zur Deckung bestimmter Nährstoffe leisten.

  • Kalzium ist für den Erhalt der Knochen zuständig.
  • B-Vitamine sind u. a. an der Aufrechterhaltung des Energiehaushaltes und am Aufbau des Nervensystems beteiligt. Vitamin B12 ist unter anderem für die Bildung roter Blutkörperchen zuständig. Dieses wichtige Vitamin kommt in gereiftem Käse vor.
  • Der Eiweißbedarf ist in der Schwangerschaft erhöht. Durch den regelmäßigen Genuss von Milchprodukten – insbesondere Käse – kann man dem gerecht werden. Hier bieten sich Käsesorten mit einem Fettanteil von bis zu 60% an.

 

Folgende Käse sind in der Schwangerschaft unbedenklich

  • Hart- und Schnittkäse aus pasteurisierter Milch, wenn die Rinde abgeschnitten wird
  • Frischkäse und Frischkäsezubereitungen, die industriell hergestellt und verpackt sind
  • Kochkäse und Schmelzkäse ohne Rinde

 

Mozzarella: Verzichten Sie in der Schwangerschaft auf Mozzarella aus Rohmilch. Abgepackter Mozzarella aus pasteurisierter Milch, sowohl der aus Kuhmilch als auch der aus Büffelmilch ist unbedenklich. Einen Bogen sollten Schwangere jedoch um Salat- und Frischetheken machen, denn hier können sich auf dem offen gelagerten Käse unter Umständen Keime ausbreiten. 

Fetakäse: Meist wird Feta aus pasteurisierter Milch hergestellt und kann daher in der Schwangerschaft gegessen werden. Er sollte allerdings aus Vakuumverpackungen stammen und nach dem Öffnen schnell verbraucht werden. 

Cheddar: Wird ebenfalls aus pasteurisierter Milch hergestellt und reift mehrere Monate. Für Schwangere heißt das - unbedenklicher Genuss und eine gute Wahl in der Schwangerschaft, da Cheddar viel Kalzium liefert. 

Kochkäse: Ist der Kochkäse industriell hergestellt, können Schwangere diesen essen. Wird der Kochkäse selbst hergestellt, ist Vorsicht geboten, da Harzer Käse während der Schwangerschaft tabu ist. 

Welchen Käse dürfen Schwangere nicht essen?

  • Rohmilchkäse (nur lange gereifter Hartkäse aus Rohmilch ist laut des Bundeszentrums für Ernährung unproblematisch) 
  • Käsesorten mit rot-gelber Rinde (z.B. Esrom, Harzer, Handkäse, Limburger, Mainzer, Münster, Tilsiter)
  • Weichkäse (auch wenn er aus pasteurisierter Milch ist)
  • Käse mit Blauschimmel (z.B. Gorgonzola)
  • Eingelegten Käse oder Frischkäse aus offenen Gefäßen (z.B. Schafskäse, Feta, Kräuterquark, Mozzarella aus Rohmilch)  
  • Vorgefertigter Reibekäse 
Worauf sollten Sie beim Verzehr von Käse in der Schwangerschaft besonders achten?

Damit Sie sicher in der Schwangerschaft essen, haben wir für Sie nützliche Hinweise für Sie! Die wichtigste Botschaft: Essen Sie keine rohen Lebensmittel vom Tier, keine Rohmilchprodukte, kein rohes Fleisch oder rohen Fisch! Zwar sind Lebensmittelinfektionen durch Listerien und Toxoplasmoseerreger für die meisten gesunden Menschen harmlos, doch diese Erreger können dem ungeborenen Kind schaden. 

Ganz auf Milchprodukte müssen Schwangere natürlich nicht verzichten. Milchprodukte aus pasteurisierter Milch sind die richtige Wahl in der Schwangerschaft! 

Beachten Sie

  • Entfernen Sie die Käserinde bei allen Käsesorten.
  • Kaufen Sie Käse am Stück oder fragen Sie an der Käsetheke nach kleinen Mengen von frisch aufgeschnitten Stücken vom Laib.
  • Kaufen Sie fertig verpackten Käseaufschnitt nur in kleinen Mengen und achten Sie darauf, dass er noch längere Zeit haltbar ist.
  • Lagern Sie den Käse bei 4-6 Grad im Kühlschrank und verzehren Sie ihn innerhalb von 2 - 3 Tagen. 
  • Falls Sie Reibekäse verwenden möchten, wird empfohlen, diesen direkt vor dem Verzehr selbst zu reiben. Verzichten Sie auf vorgefertigten Reibekäse.

 

Übrigens: Da sich Listerien auch in gekühlten Lebensmitteln vermehren können, sollten Sie auch diese in nur kleinen Mengen kaufen und ebenfalls schnell verzehren. 

Nützliche Hygiene-Tipps in der Schwangerschaft
  • Waschen Sie Ihre Hände gründlich bevor Sie Speisen zubereiten und vor allem nachdem Sie in Kontakt mit rohen Lebensmitteln waren.  
  • Verarbeiten Sie rohe und ungewaschene Lebensmittel unbedingt getrennt von bereits fertig zubereitetem Essen. So stellen Sie sicher, dass keine Krankheitserreger zum Beispiel von rohem Fleisch auf zubereitete Lebensmittel gelangen. 
  • Halten Sie Arbeitsflächen unbedingt sauber. Tauschen Sie regelmäßig Lappen und Schwäme zum Abwaschen aus. Auch Trockentücher sollten öfter gewechselt werden. 

Dieser Artikel wurde am 28.01.2019 aktualisiert.

Ausführlichere Informationen zur Ernährung in der Schwangerschaft sind im Internet beim Bundeszentrum für Ernährung zu finden. Dort erfahren Sie, worauf Sie beim Verzehr von Käse und anderen Nahrungsmitteln in der Schwangerschaft achten sollten.