Frische auf dem Teller

Hier kommen die Stars der frühlingshaften Küche Endlich milde Temperaturen und die ersten grünen Keime! Die Frühlingsgefühle treiben die Menschen nach der kalten Jahreszeit nicht nur raus in die Natur. Auch der Speiseplan wird wieder bunter und mit frischem, regionalem Obst und Gemüse ergänzt.

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Regionales Obst und Gemüse schmeckt im Frühling

Frühling - Welches Obst und Gemüse wächst am Jahresanfang?

Im Saisonkalender für den Frühling stehen folgende Obst- und Gemüsesorten: Karotten, Rhabarber, Erdbeeren, Rucola, Lauch, Spargel, Spinat, Feldsalat, Champignons und Bärlauch. Vieles davon wird entweder ganzjährig angebaut oder wächst schon im Frühling auf den Feldern.

Andere Sorten können besonders gut gelagert werden, wie der Apfel. Gut geeignet für die Lagerung aus dem Vorjahr sind Apfelsorten wie Boskoop, Braeburn, Elstar und Rubinette. Der Großteil der Vitamine befindet sich beim Apfel übrigens direkt unter der Schale.

Auch beim Gemüse gibt es in Deutschland einen Klassiker, der über den Winter gut gelagert werden kann und reich an Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen ist.

Schon gewusst

In Obst und Gemüse nimmt die Vitamin- und Mineralstoffkonzentration durch lange Lagerung ab. Sie reagieren empfindlich auf Licht und Wärme. Zusätzlich reduzieren sich die Vitamine, wenn die Früchte vor der Reife geerntet werden. Da Obst und Gemüse meist erst in den Regalen reifen, entfalten sich die Nährstoffe nicht so intensiv wie am Baum. Mit einer längeren Reifezeit bei Früchten steigt der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen.

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Frühe Sprossen - Knackige und reichhaltige Highlights im Frühling

Erdbeeren

Erdbeeren sind die ersten strahlend roten, süßen Frühlingsboten unter den Früchten und enthalten besonders viel Vitamin C. Sie schmecken gut als Topping auf Salaten oder zu Käseplatten mit Weichkäse. Eine kulinarische Anregung hierzu ist unser Rezept für unseren Frühlingssalat mit Blauschimmelkäse und Erdbeeren.

Spinat

Ein echtes Frühlingsgemüse ist Spinat. Er kann von März bis Mai frisch und regional angebaut werden. Er enthält viele Mineralstoffe und Vitamine, wie z.B. Folsäure. Das treibt die Zellbildung voran und ist besonders wichtig für werdende Mütter, da Folsäure die Zellbildung und Entwicklung des Babys unterstützt. Neben einer Vielzahl an Antioxidantien enthält Spinat vor allem große Mengen an Lutein und Zeaxanthin.

Bärlauch

Bärlauch ist als Waldknoblauch besonders im Frühjahr zu finden und enthält viele Spurenelemente, wie z.B. Vitamin C. Er ist mit Knoblauch und Zwiebeln verwandt und enthält durch seine intensive grüne Farbe viel Chlorophyll. Eine schmackhafte Rezeptidee mit Bärlauch ist unser geröstetes Sauerteigbrot mit mariniertem Camembert und Bärlauchbutter.

Rhabarber

Auch der Rhabarber gehört zu den angestammten Frühlingsgemüsen. Die leicht säuerliche Stange kombiniert sich besonders gut mit süßlichen Frühjahrsfrüchten wie Erdbeeren.

Spargel

Ein beliebter Frühlingsbote auf dem Teller ist der Spargel. Er wird auch auf deutschen Feldern gestochen und wurde früher als königliches Gemüse nur den Reichen und Mächtigen serviert. Heutzutage ist er auf dem Wochenmarkt für alle zu finden und wird in weiß, violett und grün angeboten. Neben vielen Vitaminen enthält die erdige Sprosse vor allem viel Folsäure und eine Menge an Antioxidantien. Das kalorienarme Gemüse kombiniert sich besonders gut mit gratiniertem Käse.

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Rote Bete

Die rot-violette Rübe ist nicht nur optisch ein Highlight. In der knalligen Knolle stecken auch viele Inhaltsstoffe. Auch der intensive rote Farbstoff in der Wurzel ist nicht nur was fürs Auge. Das Pigment Betanin gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen . Eine bunte und frische Rezeptidee ist unser Sandwich mit Rote-Bete-Hummus.

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Champignons

Pilze wie Champignons können ganzjährig angebaut werden und sind relativ anspruchslos. Anders als ihr Ruf überzeugen sie mit einem beachtlichen Gehalt an Mikronährstoffen. Sie enthalten viel Vitamin D und reichlich Vitamin B2, Vitamin B3 und Vitamin B5. Darüber hinaus sind sie eine gute Quelle für Mineralstoffe wie Phosphor, Kalium, Kupfer und Selen.

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Ziegenkäse - der geschmackvolle Star

Ziegenkäse überzeugt nicht nur durch seinen feinen Geschmack. Da Ziegen auch auf kargen Böden und Steilhängen gehalten werden können, nehmen sie Gemüse und Getreidefeldern keinen Platz weg und nutzen Landstriche, die sonst unbrauchbar sind. Zusätzlich leisten Ziegen einen Beitrag zur Landschaftspflege, weil sie Gräser und Sträucher in unwegsamem Gelände abknabbern. Wo sonst kein Mähdrescher hinkommt, macht sich die Ziege kostenfrei als Gärtnerin zu schaffen. Den Dünger für diese Landstriche liefert sie durch ihren Kot gleich mit. Außerdem ist sie nicht wählerisch und verwertet auch Pflanzen und Buschwerk, die sonst kein Tier auf dem Menü stehen hat.

Die Ziege ist obendrein bei der Temperatur um einiges anspruchsloser als ihre großen Kollegen auf vier Hufen. Sie kommt mit wenig Wasser aus und fühlt sich auch wohl, wenn das Thermometer höhere Grade erklimmt. Ein weiterer Indikator für die Nachhaltigkeit von Ziegenkäse ist die Tatsache, dass sie nicht regelmäßig trächtig sein müssen, um weiter Milch zu produzieren. Auch ohne Zicklein geben Ziegen über Jahre Milch.

Mit wenig Aufwand liefert die Ziege also die optimale Milchleistung. Ein Mythos besagt auch, dass Ziegenmilch schön macht. Eine köstliche Kombination ist unser Chavroux Ziegenfrischkäse mit der Frühlingsfrucht Erdbeere. Lass dich von unserem Rezept inspirieren.

Schon gewusst...

...dass Produkte aus Ziegenmilch im Gegensatz zur Kuhmilch erheblich weniger Alpha S1 Casein enthalten? Da viele Menschen dieses Protein in der Milch nicht vertragen, sind Ziegenmilchprodukte insbesondere für Menschen mit Laktoseintoleranz attraktiv.

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Regional und saisonal einkaufen

Wer regional einkauft, tut etwas für eine gute Klimabilanz. Es gibt kürzere Transportwege, einen geringen CO2-Ausstoß und außerdem wird auch weniger Müll produziert. Die Produkte müssen nicht lange gekühlt werden bis sie im Einkaufskorb landen. Das verspricht auch mehr Frische. Zudem kann es dazu beitragen, dass die Märkte weniger Lebensmittel wegschmeißen, da die Gefahr kleiner ist, dass Obst und Gemüse durch lange Transportwege vor dem Verkauf verderben.

Dass regionales Einkaufen auch gleichzeitig Einkaufen nach Saison bedeutet, ergibt sich ganz natürlich. Beim Produzenten in der Nähe ist immer nur zu finden, was gerade auf den umliegenden Feldern wächst. Obst und Gemüse, das ganzjährig in Gewächshäusern angebaut wird, verursacht einen größeren CO2 Ausstoß. Im Gegensatz dazu ist der Ausstoß von Obst und Gemüse vom freien Feld vergleichsweise gering.

Eines ist sicher: Wer darauf achtet, regionale und saisonale Lebensmittel einzukaufen, tut Gutes für die Umwelt und seine Gesundheit. Obst und Gemüse, das im Freien wächst, enthält meist mehr Vitamine und Mineralien als Treibhaus-Gemüse.

Lass dich vom Frühling inspirieren