Food-Trend Winter: Aus Dutch Babies werden French Babies

von Vera von "Nicest Things"

Es gibt diese ganz großen Food-Trends, denen man sich kaum entziehen kann. Chia-Samen und Quinoa sind so ein Phänomen. Mittlerweile begegnet man den beiden südamerikanischen Hipsterlieblingen bei jedem Discounter und wirklich hippe Hipster finden die Körner schon längst wieder zum Gähnen. Dann gibt es die etwas spezielleren Trends, ich nenne sie mal „Mikro-Trends“. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich beruflich ständig mit Essen beschäftige, aber in letzter Zeit begegneten sie mir immer wieder: Dutch Babies. Auf einmal war meine Pinterest-Startseite voll mit diesem Begriff. Jeder Foodblog veröffentlichte ein Rezept dafür. Und in Singapur eröffnete ein Restaurant, das ausschließlich Dutch Babies anbietet. Dabei ist das Gericht an sich nicht neu. Es handelt es sich um einen Pfannkuchen, der in einer schweren gusseisernen Pfanne direkt im Backofen gebacken wird. Laut Wikipedia soll die Erfindung auf ein Café in Seattle zurückgehen, das diese kaiserschmarrnähnliche Süßspeise schon Anfang des 20. Jahrhunderts anbot. Das Rezept lehnt sich an den deutschen Pfannkuchen an und man sagt, dass die kleine Tochter des Cafébesitzers aus „deutsch“ „Dutch“ machte - was ja eigentlich niederländisch bedeutet. 

Wie auch immer, dass diese fluffigen Pfannkuchen derzeit in aller Munde sind (höhö), wundert mich so gar nicht. Sie sind das perfekte, seelenwärmende Essen für die kalte Jahreszeit: Ob ganz klassisch mit Zitronensaft und Puderzucker oder mit Beeren und Schokolade… Wer freut sich im Winter nicht über einen Pfannkuchen in einer rustikalen Pfanne, frisch aus dem Ofen, noch warm und schön luftig aufgegangen?  Aber ich konnte es nicht lassen und musste diesen Trend mal wieder etwas variieren. Das Prinzip, etwas Süßes in seine herzhafte Variante umzuwandeln, hatte sich ja schon bei den Freakshakes bewährt. Der Ofenpfannkuchen meiner Träume wird dementsprechend mit deftigen Schinkenwürfeln ergänzt, mit Géramont cremig-würzig belegt, mit einem süßen Cranberry-Kompott abgerundet und mit Rosmarin verfeinert. Und da man sich sowieso nicht einig ist, ob dieser Pfannkuchen jetzt deutsch, niederländisch oder amerikanisch ist, nenne ich das Ganze einfach French Baby. Und eines kann ich euch verraten: C’est trop bon!  

French Baby - herzhafter Ofenpfannkuchen mit Géramont, Schinken und Cranberries

Für eine ofenfeste Pfanne, am besten aus Gusseisen, mit ca. 20cm Durchmesser: 
 
100g frische Cranberries
50ml Wasser
40g Zucker
100g Géramont cremig-würzig
60g Schinkenwürfel
1 Zweig frischer Rosmarin
2 Eier Größe L (ca. 120g)
160ml frische Vollmilch 

100g Mehl
1 Prise Meersalz
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1/2 EL Butterschmalz 

1

Backofen auf 220 °C Ober- / Unterhitze vorheizen. Den Rost auf mittlerer Schiene einschieben. Die ofenfeste Pfanne schon darauf stellen und mit aufheizen.

2

Cranberries waschen. Mit Wasser und Zucker in einen kleinen Topf geben. Aufkochen und bei niedriger Hitze 10 Minuten köcheln. Da die Cranberries beim Erhitzen anfangs platzen, zunächst einen Deckel auflegen, damit es nicht spritzt. Sobald das ploppende Geräusch aufhört, Deckel wegnehmen.

3

Géramont cremig-würzig in Scheiben schneiden. Schinkenwürfel in einer beschichteten Pfanne anbraten. Rosmarinblätter vom Stiel zupfen und fein hacken.

4

Eier, Milch, Mehl, Salz und Pfeffer in einer Schüssel mit dem Handrührgerät zu einem glatten, flüssigen Teig verquirlen. Schinkenwürfel unterheben.

5

Die heiße Pfanne mit einem Ofenhandschuh oder Topflappen aus dem Backofen nehmen. Butterschmalz in die Pfanne geben, umschwenken, den Pfannkuchenteig komplett hineingießen und die Pfanne sofort wieder in den Ofen stellen.

6

Ca. 15 - 20 Minuten auf mittlerer Schiene backen, bis das French Baby gegen Ende der Backzeit aufgeht und goldbraun wird.

7

Aus dem Ofen nehmen. Mit Géramont-Stücken belegen. Gehackten Rosmarin darüberstreuen. Mit dem süßen Cranberry-Kompott servieren.

Mehr von Vera können Sie auf ihrem Blog "Nicest Things" entdecken.