Westflandern ist die Heimat des Pavé à la Leffe.

Wie das Land, so der Käse

Pavé à la Leffe wird in einer Käserei in einem Dorf in der Provinz Westflandern ganz im Nordwesten von Belgien gekäst. Die abwechslungs- und kulturreiche Region ist definitiv eine Reise wert!

Die Heimat von Pavé à la Leffe ist Belgien.
Pittoreskes Westflandern

Als Tor Belgiens zur rauen Nordsee und damit zur Seefahrt ist Westflandern geprägt von jahrhundertealten Handelswegen. Der Handelshafen Seebrügge und die Bedeutung als Bischofssitz verhalfen der Hauptstadt Brügge zu Wohlstand und Macht, wie die prachtvollen Bauten der mittelalterlichen Altstadt noch heute widerspiegeln. Ihren Grachten genannten Wasserstraßen verdankt Brügge den Beinamen „Venedig des Nordens“. 
Die malerischen Windmühlen und Zugbrücken sind Zeugnisse dafür, dass die Menschen sich schon früh die oft tiefer als der Meeresgrund liegenden Landschaften durch Deiche und Kanäle mit großem Aufwand als Lebensraum erschlossen haben. 
 

Muscheln und Käse harmonieren perfekt miteinander.
Originelle flämische Küche

In der flämischen Küche mischt sich niederländische Tradition mit französischen und kolonialen Einflüssen zu einer eigenständigen Kultur. Typisch sind bodenständige, herzhafte Kombinationen, basierend auf den Erzeugnissen der Region. Zu den berühmten knusprigen Pommes Frites, die der Überlieferung nach sogar in Belgien erfunden wurden, werden an der Küste frisch gefangene Muscheln, Nordseegarnelen oder Fischgerichte aus Kabeljau, Seezunge, Schellfisch, Hering oder Aal auf den Tisch gebracht. Im Binnenland werden Gerichte aus Rind, Schwein, Wild und Wurstwaren serviert. Verbreitet ist ein kräftiger Landschinken und Eintopfgerichte.

Nicht nur Käse und Wein harmonieren zusammen, sondern auch Käse und Bier.

Auf den Salzwiesen der dem Meer abgewonnen Polderlandschaften grasen die Milchkühe, aus deren Milch besonders aromatischer Käse gekäst wird. Hier zeigt sich das Erbe der überwiegend niederländischstämmigen Bevölkerung, die großes Wissen um die Herstellung von Schnittkäse mitgebracht hat. 
Im Mittelalter wurden die jungen Käse oft den Abteien als Pachtzins übergeben, wo die Mönche dann ihre Reifung und Veredelung zur Vollendung brachten – so entstanden die Abteikäse. Und damit nicht genug: In Ermangelung von Wein und dank ihrer naturwissenschaftlichen Kenntnisse entwickelten die Mönche auch das ideale Getränk dazu – ihre kraftvoll-würzigen Abteibiere. 

Das belgische Bier Leffe wird nach Originalrezeptur gebraut.
Weltkulturerbe Belgische Bierkultur

Belgisches Bier besitzt ein weltweites Renommé und ist durch den aktuellen Trend zum Craft Beer aktuell gefragter denn je. Die Wiege der belgischen Bierkultur stand vor allem in den Klöstern der arbeitenden Orden des Mittelalters. Zum einem suchte man nach einer Alternative zum so weit nördlich nicht wachsenden Wein, zum anderen stellte Bier durch den Gärprozess und den Alkoholgehalt nicht nur in Zeiten von Epidemien ein sichereres Getränk als Wasser dar. Braumeister wurde ein weithin angesehener Beruf, dessen Vertreter im Laufe der Jahrhunderte durch Experimente und Beimischung von Gewürzen, Kräutern und sogar Früchten immer vielfältigere und komplexe Spezialitäten hervorbrachten. So entstand der vielleicht weltweit größte Sortenreichtum, der heute noch immer von einer Vielzahl kleiner Privatbrauereien bewahrt wird.

Leffe Abteibier wird nach altem Rezept gebraut.

Jedem Bier sein Glas: Eine Besonderheit der belgischen Bierkultur ist das jeweils unverwechselbare Glas zu jedem Bier. In den vielen typischen Bierbeiseln - sie werden hier Cafés genannt - werden oft bis zu 50 Sorten in jeweils eigenen Biergläsern ausgeschenkt. Bierliebhaber und Feinschmecker sollten hier unbedingt einmal auf Entdeckertour gehen oder gleich an einer Bierverkostung teilnehmen. Einige Restaurants haben sich sogar auf spezielle Biermenüs spezialisiert. 
Aufgrund der lebendigen Braukultur und der Vielfalt der fast 1.500 Biersorten wurde der belgischen Bierkultur 2016 von der UNESCO das Prädikat "Immaterielles Weltkulturerbe" zuerkannt.