Mein Verwöhnmoment im Alltag

von Dreierlei Liebelei

Einfach mal abschalten: Mein Verwöhnmoment im Alltag. Das war das Thema für diese Kolumne – und ich bin ehrlich: das war schon eine Challenge. Ich liebe meinen Job, aber als Selbstständige neigt man dazu, niemals wirklich Feierabend zu machen. Es gibt schließlich immer etwas zu tun und wenn ich eh alleine bin, kann ich genauso gut auch arbeiten. Im Alltag mal wirklich auszuschalten und mir bewusst Zeit nur für mich zu nehmen, fällt mir demnach richtig schwer. Dafür ist der Urlaub da. Aber ein Mensch sein, der immer nur auf den Urlaub wartet? Nein, das möchte ich auch nicht sein.

Also bemühe ich mich mittlerweile, doch ab und zu einfach mal abzuschalten. Mir bewusst Momente nur für mich zu schaffen, um ein wenig Ruhe zu tanken. Sie in den Alltag zu integrieren, statt auf den Urlaub zu warten. Da kam mir diese Kolumne ziemlich gelegen und ich nahm sie zum Anlass, ein Mal intensiv darüber nachzudenken, was mich im Alltag happy machen könnte und welche Momente und Rituale ich nur für mich schaffen könnte.

Ich habe mir zum Beispiel schon vor einer Weile angewöhnt, mir alle ein bis zwei Wochen ein paar frische, hübsche Blumen selbst zu kaufen. In den kalten Monaten welche für die Vase und aktuell welche zum in-den-Garten- oder auf-die-Terrasse-pflanzen. Am liebsten solche, die sich von selbst verbreiten, damit ich in den nächsten Jahren immer mal wieder was davon habe. Wenn man sich nicht einfach nur Blumen kauft, sondern ganz bewusst selbst schenkt, um sich eine Freude zu bereiten, verschafft das einem eigentlich das selbe Gefühl, wie wenn jemand unerwartet mit Blumen vor der Türe steht. Probiert´s mal aus! Das Beste: man muss auf niemanden warten, man kümmert sich einfach selbst darum, glücklich zu sein.

Für meinen persönlichen Verwöhnmoment mussten also Blumen her. Tulpen sollten es sein und wir haben gerade so viele im Garten, dass ich mich dort einfach bedienen konnte – doppelt so gutes Gefühl. Wenn ich im großen und ganzen darüber nachdenke, was mich abgesehen von Blumen und meinem Garten glücklich macht, dann teilen sich gutes Essen und Reisen den ersten Platz. Was liegt da näher, als beides miteinander zu verbinden und sich im Alltag kurz an vergangene Reisen zurückzuerinnern. Fotos anschauen, wieder die Straßenmusiker vom Markt in Paris im Ohr und in Gedanken an das Picknick mit dem leckeren Baguette, dem cremigen Käse und dem Wein. Und sich dazu ein Brett mit Köstlichkeiten zusammenstellen und sich für sich selbst so viel Mühe beim Anrichten zu geben, als ob sich gerade die ganze Familie zum Essen angekündigt hätte. Was für ein Luxus: es sich selbst wert zu sein, alles in hübsche Schälchen umzufüllen, den hübschen Frischkäse aus der Verpackung zu heben und es sich mit diesem Brett gemütlich machen, statt sich einfach nur schnell ein Brot zu schmieren. Das ist ein großartiges Gefühl.

Übrigens ist die Verpackung für mich eines der allerbesten Verkaufsargumente des Géramont® Frisch-Genuss: die Möglichkeit, den Frischkäse aus der verschließbaren Box herausheben und in der dekorativen Schale servieren zu können, ist schon eine kleine Offenbarung. Vom Geschmack brauchen wir gar nicht reden: Luftig geschlagen mit Crème fraîche und Fleur de Sel aus der Camargue verfeinert, cremig und sahnig – hach, mir läuft schon wieder das Wasser im Mund zusammen…

So sieht er also aus, mein Verwöhnmoment im Alltag. Es tut gut, sich bewusst Auszeiten zu nehmen, sich im Alltag ein Stündchen seiner wertvollen Zeit einfach freizunehmen, sich zurücklehnen und an etwas schönes, das man erlebt hat, denken, statt auf etwas zu warten. Ein kleiner Moment nur für sich, bewusst zelebriert. Ich versuche das jetzt öfter – und wenn es nur ein schneller Kaffee in der Sonne ist, weil für mehr gerade keine Zeit ist. Das sollte man sich selbst schon wert sein…

Habt es schön!

Nadine