

Wenn Tante Madeleine, die mit meinem Onkel Jacques in der Normandie Apfelanbau betreibt, sonntags ihre ganz spezielle Tarte aux pommes backte, waren wir Kinder immer begeistert dabei.
Denn sie kochte aus einem Teil der Äpfel und etwas Zucker köstliches Mus. Das verteilte sie auf dem ausgerollten Teig, wodurch die Tarte schön saftig blieb und die Apfelspalten beim Backen nicht austrockneten.
Können Sie sich vorstellen, wie die frisch gebackene Tarte endlich duftend aus dem Ofen kam? Und wie die leckere Aprikosenkonfitüre, die Tante Madeleine über die heißen Äpfel strich, sofort wie eine goldglänzende Glasur darüber verschmolz? Hmm… le paradis!
Während wir glücklich ein Stück aßen, verriet sie uns dann, dass sie nur ganz bestimmte Apfelsorten auswählt – so wie Onkel Jacques für seinen Cidre auch nur bestimmte Äpfel verwendet. Für ihre Tarte aux pommes schwört sie auf Reinetten und Cox Orange. Jemand, der in der Normandie wohnt und sich so gut mit Äpfeln auskennt, der muss es ja wissen, wie eine Tarte aux pommes am Besten schmeckt, dachte ich damals.
Heute weiß ich: Mit anderen Apfelsorten können Sie auch eine köstliche Tarte aux pommes backen. Die Äpfel müssen etwas mürbe, aromatisch, eher säuerlich sein und ein weiches Fruchtfleisch haben. Sie dürfen beim Backen nicht so schnell zerfallen und auch nicht austrocknen. Roter Boskop, Early Green, Haux, Remo, Jonagold, Elstar und noch viele andere Sorten eignen sich dafür.
Wenn Sie demnächst eine Tarte aux pommes backen, fragen Sie bei Ihrem Obsthändler am Besten speziell nach Äpfeln zum Backen.