

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum die Quiche Lorraine keine Tarte ist und wo genau der Unterschied liegt? Neulich musste ich genau das meiner besten Freundin Monika, die immer alles ganz genau wissen will, erklären. Très difficile!
Quiches und Tartes werden beide in den typischen runden, flachen Keramikformen mit gewelltem oder glattem Rand gebacken und bestehen in der Regel aus Mürbeteig oder einer Pâte brisée – einem Mürbeteig ohne Ei.
Die Tarte kann alternativ auch aus Blätterteig hergestellt werden. Tarte heißt übersetzt (flacher) Kuchen, dessen Boden meist geschmacksneutral ist und weder Zucker noch Salz enthält. Der Belag variiert je nachdem, ob die Tarte als Haupt- oder Nachspeise gedacht sein soll. Oft wird sie als süße Verführung mit Vanillecreme oder Obst gereicht, zum Beispiel bei der bekannten Tarte aux Pommes.
Eine Quiche hingegen sieht der Tarte zwar ähnlich. Sie unterscheidet sich aber zum einen durch den etwas höheren Rand, zum anderen bekommt der meist deftige Belag einen Guss aus Eiern und Sahne. Bei der Füllung sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt – früher gab es die Quiche übrigens meist montags, weil man darin die Fleisch- und Gemüsereste vom Sonntagsessen verstecken konnte.
Wir unterscheiden klassisch zwischen der Quiche Lorraine und Quiche Alsacienne. Die erste ist eine Specktorte, die nur dann original ist, wenn sie mit geräuchertem Speck und einem Guss aus Schmant oder Crème Fraîche und Eiern besteht. Sind Zwiebeln mit dabei, spricht man von einer Quiche Alsacienne, der Spezialität aus Lothringen.
Alors, meist sind Tartes süß und Quiches herzhaft. Aber es gibt auch viele Ausnahmen von dieser Regel, wie zum Beispiel meine leckeren Gourmet Tartelettes oder Tarte Piquante. Mir ist es egal ob süß oder pikant – Tatsache ist, das Tartes oder Quiches einfach immer himmlisch schmecken.
Compris?