

Ein Tag ohne Brot – une catastrophe für uns Franzosen. Mich kann ein guter Bäcker um die Ecke wirklich glücklich machen!
In der Boulangerie haben Sie die Wahl zwischen allen möglichen Formen, Getreide- und Mehlsorten. Allein das Baguette gibt es klassisch (200–250 g), als dünne Ficelle (100 g), als Flûte (400 g) oder in kunstvollen Formen, wie das Baguette en épis, das aussieht wie eine Ähre. Le bâtard ist ein dickes, kurzes Brot, und la miche ist ein runder Riese (1 kg).
Auch wenn viele das glauben, verwenden wir Brot nicht nur zum Tunken im Kaffee oder zum Auftupfen von Soßen! Zum Apéritif reichen wir gerne Pain grillé (Toast) in Häppchen geschnitten, mit verschiedenen Aufstrichen und als Zwischenmahlzeit lieben wir sandwiches. Getoastet heißen sie Croques (von frz. krachen, knuspern): Croque Monsieur und Croque Madame. Käse und Schinken zwischen zwei Toastscheiben legen, geriebenen Käse obendrauf und überbacken. Für Madame kommt ein Spiegelei dazu.
Auch beim Kochen darf Brot nicht fehlen. Wir rösten Croûtons (Würfel) zum Salat oder reiben Panure (Semmelbrösel) als Topping für unsere leckeren Gratins. Für die Füllung von Geflügel, Wild oder Gemüse sollte man immer ein paar trockene Brotscheiben im Haus haben.
Brot ist auch dabei, wenn wir rustikale Suppen kochen, z.B. die mit einer Brotscheibe belegte und mit Käse überbackene Zwiebelsuppe. Meistens packen wir das Brot auf den Boden des Tellers. Das macht die Suppe schön sämig. Zu Fischsuppen gehören geröstete Baguettescheiben mit Aioli oder Rouille (Knoblauch bzw. Chilipaste) darauf.
Selbst beim Dessert fehlt das Brot nicht! Hier mein Tipp für einen leckeren Nachtisch: Altbackene Brotscheiben in einer Mischung aus Milch und Eiern einweichen, in Butter braten und mit Zimt und Zucker bestreuen: fertig ist Pain perdu – auch in Deutschland bekannt als Arme Ritter!