

Als ich einmal mit meiner Freundin Christine in einem französischen Restaurant saß, schaute sie hilflos auf die Speisekarte und klagte, es gäbe bei uns so viele Vorspeisen.
Dabei hat dies einen einfachen Grund, erklärte ich schmunzelnd, denn wir Franzosen genießen gerne frisch zubereitete Menüs mit mehreren Gängen, wenn wir essen gehen. Die Wartezeit darauf vertreiben wir uns dann mit kleinen Entrées. Ja, aber so viele…, stöhnte Christine, bis sie sich da entschieden hätte, sei sie gewiss verhungert…
Pas de problème!
Ich empfahl ihr eine Geflügel-Pâté! Sie ist eine unserer bekanntesten Vorspeisen und zergeht auf der Zunge! Und ihr feiner Geschmack nach Thymian und Cognac... Hmm!
Das Geheimnis liegt übrigens in der Marinade: Geflügelleber wird in Thymian und Cognac eingelegt und dann – nachdem sie gut durchgezogen ist – mit frisch gehacktem Thymian und goldgelb angeschwitzter Schalotte in Butter mit noch weiteren leckeren Zutaten gedünstet. Nach dem Abkühlen wird alles in einem Mixer fein püriert – aber die Masse sollte sich dabei nicht erwärmen!
Ein kleiner Geheimtipp: Ich mixe nur kurz einfach mehrere kleine Portionen nacheinander, weil mein Mixer nicht so groß ist. A la fin nur noch kalt stellen. Im Kühlschrank aufbewahrt hält sich die hausgemachte Geflügel-Paté ca. zwei Tage. Sie schmeckt dann am besten, wie ich finde. Mein Favorit dazu: frisches Baguette und knackige Cornichons – herrlich!
Während ich Christine so vorschwärmte, wurde sie auf ihrem Stuhl immer kleiner und ihre Augen immer größer… Excuse-moi, mon amie! Du verhungerst und ich kann nicht aufhören zu schwärmen! Sagte ich. Dann lud ich sie zu einem Glas Burgunder ein, der übrigens hervorragend zur Geflügel-Pâté schmeckt.