

Für uns in Frankreich gehört die Vinaigrette zum Alltag, und Sie können sicher sein, dass es mehr Varianten gibt als das Jahr an Tagen zählt! Wir verwenden sie nicht nur als Salatsauce, sondern beträufeln damit auch lauwarmes Gemüse – eine beliebte Vorspeise in Frankreich.
Das Grundrezept
Das Rezept ist kinderleicht – solange das Verhältnis von Essig und Öl stimmt. Wir sagen: Man braucht einen Geizhals für den Essig, einen Verschwender für das Öl, einen Weisen für das Salz und einen Narren zum Umrühren. Für die Rezeptur heißt das: 1 Teil Essig, 2–3 Teile Öl, etwas Salz, etwas Pfeffer.
Mein Tipp für die perfekte Cremigkeit
Für mich gehört unbedingt etwas Moutarde de Dijon (Senf) in die Sauce. Falls Ihnen das zu sauer wird, geben Sie ein wenig Zucker oder Honig dazu. Wichtig ist, dass Sie die Reihenfolge beachten: immer zuerst Salz, Pfeffer, Essig und Senf verrühren, und erst dann das Öl dazugeben. Nur so wird die Sauce glatt und cremig! Kräuter erst ganz zum Schluss in die Sauce geben – sonst verlieren sie Geschmack und Frische.
Tipps zum Verfeinern
Das Grundrezept können Sie ganz einfach verfeinern und so jeden Tag eine andere Vinaigrette zaubern. Ich variiere dabei den Essig und das Öl. Besonders gerne nehme ich Himbeeressig mit fruchtig ausbalancierter Säure. Walnussöl verstärkt wunderbar den Geschmack von Feldsalat. Gebratenes Gemüse richte ich mit einer Zitronenöl-Vinaigrette an. Und zur Spargelvinaigrette gebe ich ein wenig vom Spargelsud hinzu. Und jetzt lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf!