

Kennen Sie Crème brûlée? Non? Neulich erst habe ich sie bei meiner Freundin Anke zubereitet. Ich hatte versprochen, für eine besondere Nachspeise zu sorgen, einen echten Klassiker aus meiner Heimat.
Mit allem Nötigen bepackt kam ich zu ihr. Ich stellte neben Sahne, Milch, Eiern, Vanilleschote und Zucker auch noch mehrere Schüsselchen auf dem Küchentisch ab. Dessert-Schälchen habe ich selbst, meinte sie. Mais-non, ohne meine flachen, feuerfesten Schälchen gelingt mir meine Crème brûlée einfach nicht, antwortete ich.
Meine sind nicht höher als 2 – 3 cm und haben auch nur einen Durchmesser von 12 cm. Weil die Crememasse im Backofen sonst nicht fest wird.
Anke wunderte sich inzwischen über die Lötlampe in meiner Tasche. Weil ich nicht wusste, ob ihr Backofen einen Grill hat, brachte ich sicherheitshalber meine Campinggas-Lötlampe mit. Anke schüttelte den Kopf. Die brauche ich, um die köstliche Karamellkruste auf die Creme zu zaubern, die so typisch für diese Nachspeise ist, erklärte ich.
Unter uns gesagt, mit der Campingausrüstung wollte ich sie nur ein bisschen beeindrucken. So gelingt es auch ohne Lötlampe: Nachdem die Crème brûlée abgekühlt ist, streuen Sie Zucker darüber – gerne mit etwas braunem Zucker vermischt, das verbessert den Geschmack noch weiter und gibt eine tolle Bräunung. Karamellisieren Sie die Oberfläche nun unter dem Grill oder mit einem modernen Gourmet-Brenner.
Da Zucker schnell verbrennt, gut aufpassen! Die Oberfläche sollte nur eine karamellfarbene Bräunung bekommen. Et voilà – fertig ist die „gebrannte Crème“, wie sie wörtlich übersetzt heißt.