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Paris im Frühling

Drei entspannte Tage in Paris

Gehen Sie auf kulinarische Weltreise#im Zentrum der Stadt

Paris ist nicht nur das Zentrum Frankreichs, sondern auch des Genusses. Hier können Sie die Esskulturen der Welt schmecken ­– und sich ganz en passant vom Großstadtleben erholen.
Unsere Route beschreibt drei kulinarische Tage, die Sie zwischen Besichtigungstage schalten können. Sie können auch einzelne Genießer-Tipps herauspicken und diese mit Ihrem Besichtigungsprogramm kombinieren. Oder Sie geben sich ganz dem Savoir-vivre hin und erleben drei einmalige Tage voller französischer Köstlichkeiten und Spezialitäten!
Die Strecken sind in der Regel zu Fuß zu bewältigen. Sollten die Beine schwer werden, steigen Sie für eine oder zwei Stationen in die Métro, deren Netz hier im Herzen von Paris eng geknüpft ist.
Mutige folgen dem neuesten Trend der Franzosen, dem Vélib und leihen sich an einer von über 300 Stationen ein Fahrrad aus (weitere Informationen, finden Sie am Ende der Route).  

Als Ausgangspunkt für die Touren ist immer eine Métro-Station angegeben. Egal, wo in Paris Sie wohnen – diese Stationen sind leicht zu erreichen. Eine große Auswahl von Hotels aller Kategorien finden Sie im Viertel Saint-Germain-des-Prés. Erholung vom Großstadttrubel verspricht das Hôtel des Tuileries mitten im Zentrum – es ist eines der wenigen Großstadthotels von Logis de France, einer Kette individuell geführter Hotels, die besonderen Wert auf persönliche Gastfreundschaft legen. 

Hôtel des Tuileries
Hotel / Gasthaus
10, rue Saint Hyacinthe 7
5001 Paris
Tel. +33 (0)1 42 61 04 17
www.hotel-des-tuileries.com

 

1. Tag - Route 1

Marais und Bastille – Vom jüdischen Mikrokosmos zum Chillout am Wasser  

Die beiden Viertel laden zum Schlendern ein. Große Stadtpaläste wechseln sich mit kleinen Gassen und einer lebhaften Kneipen- und Galerienszene ab. Rund um die Place des Vosges können Sie eintauchen in die Welt jüdischer (Ess-)Tradition.  

Sie starten an der Métro-Station Rambuteau, von dort schlendern Sie in den Gassen entlang der Rue des Rosiers durch das sogenannte Pletzel in Richtung Bastille. Vielleicht begegnen Sie einem Rabbi in traditioneller Kleidung. Mit Sicherheit aber kommen Sie an Feinkostläden mit koscheren Spezialitäten vorbei. Berühmt sind diese Geschäfte:

Florence Finkelsztajn
Feinkostgeschäft
24, rue des Ecouffes
http://florence-kahn.fr
(Geöffnet von 10 bis 19:30 Uhr, mittwochs Ruhetag) 

Izraël
Gewürzbasar
30, rue François Miron
(Di-Sa. 11:00-13:00 und 14:00-19:00)  

 

An einem der vielen Verkaufsfenster versorgen Sie sich mit einem Imbiss, den Sie mitnehmen und auf der Place des Vosges verspeisen. Unter den Arkaden des von einheitlichen Ziegelbauten umgrenzten „schönsten Platzes von Paris“ können Sie das Picknick mit einem Kaffee abrunden. Wenn Sie schon Lust auf ein Déjeuner haben, können Sie auch ein koscheres Mittagsmahl zu sich nehmen. Zum Beispiel hier:

Chez Marianne
Restaurant
2, rue des Hospitalières-Saint-Gervais
Tel: +33 1 42 72 18 86    

 

Kunstinteressierte schlendern statt zur Place des Vosges in Richtung Norden zum Musée National Picasso, das im prächtigen Stadtpalais Hôtel Salé einen einmaligen Einblick in die künstlerische Entwicklung des spanischen Meisters bietet.
Noch etwas weiter nördlich stoßen Sie auf den ältesten überdachten Markt von Paris, den Marché des Enfants Rouges. Vor oder nach dem Kunstgenuss kann man sich hier mit leckeren kleinen Gerichten stärken. Aber Vorsicht: Unter der Woche ist zwischen 2 und 4 Uhr Mittagspause!

Marché des Enfants Rouges
Markt
39, rue de Bretagne 

 

Nehmen Sie von hier die Métro-Station Filles du Calvaire oder ein Fahrrad zur Bastille. Lassen Sie den Tag bei einem  Apéro am Quai des Yachthafens Port de Plaisance Arsenal (Zugang hinter der Oper) ausklingen, oder spazieren Sie durch die parkartige Promenade Plantée, die hoch über den Straßen auf einer alten Bahntrasse angelegt wurde.  
Wer am Abend nichts vorhat, radelt über den Boulevard Richard Lenoir und entlang des malerischen Canal Saint-Martin bis hinauf zum Bassin de la Villette. Hier chillt die Jugend von Paris: im Liegestuhl, beim Boule-Spielen, in der je nach Wetter und Laune geöffneten Bar Ourcq.

Bar Ourcq
Bar / Café
68, quai de la Loire
http://barourcq.free.fr

 

2. Tag - Route 2

Seine-Inseln und Quartier Latin – Vom ländlichen Flair in den Schmelztiegel der Kulturen

Starten Sie von der Métro-Station St. Michel aus in das bunte Treiben im Studentenviertel rund um die Universität Sorbonne östlich des Boulevard St-Michel. Überqueren Sie die Seine zur Île de la Cité mit Notre Dame und der Bronze-Statue, die den Punkt markiert, von dem aus alle Entfernungen in Frankreich gemessen werden. Nicht versäumen dürfen Sie die dörflich-stille Île St-Louis mit Rast in der familienbetriebenen Eisdiele Berthillon, in der es täglich wechselnd rund 40 Eissorten gibt.

Maison Berthillon
Eisdiele / Salon de Thé
31, rue St-Louis en l’Île
www.berthillon.fr

Über die Brücke Pont de Sully gelangen Sie zum Institut du Monde Arabe. Von seiner Aussichtsterrasse aus haben Sie einen fantastischen Blick auf die Seine-Inseln und über das nördliche Paris mit der weißen Kuppel der Kirche Sacré Cœur. Im Institut können Sie einen Imbiss einnehmen, der Sie auf die kulinarische Vielfalt des Viertels einstimmt.

Institut du Monde Arabe

Kulturinstitut mit Café / Restaurant
1, rue des Fossés
www.imarabe.org  

 

Jetzt sind Sie schon mitten auf einer Reise durch die Kulturen der Welt, denn weiter geht es  zur Arène de Lutèce, einem antiken Amphitheater. Besuchen Sie die Mosquée de Paris. Außer einem gekachelten Innenhof mit maurischem Garten beherbergt die Moschee einen orientalischen Souk (Markt) und ein Hammam, ein orientalisches Badehaus. Im ebenfalls integrierten Café Maure sollten Sie einen frischen Pfefferminztee zu sich nehmen oder gar zu einem orientalischen Mahl bleiben.

Café Maure
Orientalisches Café / Restaurant
39, rue Geoffroy-Saint-Hilaire  

Sind Sie noch fit für eine kleine Radtour? Schnappen Sie sich ein Vélib und radeln Sie durch den Jardin du Luxembourg zum ältesten Pariser Kaufhaus Bon Marché an der Rue de Sèvres – erbaut übrigens von Gustave Eiffel. In der überwältigenden Lebensmittelabteilung, La Grande Épicerie de Paris, finden Sie jede Menge kulinarische Mitbringsel.
Den Abend können Sie dann im berühmten Philosophen-Café de Flore oder, entspannter und etwas weniger touristisch, im À Bonaparte einläuten.

À Bonaparte
Café / Restaurant
42, rue Bonaparte  

Café de Flore
Kaffeehaus
172, boulevard Saint-Germain
www.cafedeflore.fr

 

3. Tag - Route 3

Rive Droite und Montmartre – Von der Gartenidylle zum höchsten Berg der Stadt  

Beginnen Sie an der Métro-Station Hôtel de Ville und schlendern Sie zum Centre Pompidou mit seinem vielfältigen kulturellen Angebot und dem Musée d’Art Moderne. Von diesem beliebten Treffpunkt aus gehen Sie am Forum des Halles vorbei und legen eine Gedenkminute ein für den legendären Pariser Großmarkt, der in den 70-er Jahren der Abrissbirne zum Opfer fiel.
Das heutige Einkaufszentrum ignorieren Sie und gehen statt dessen weiter zur Rue Montorgueil, in der es einen bunten Straßenmarkt mit feinen Lebensmitteln gibt. Spätestens im denkmalgeschützten Laden der Pâtisserie Stohrer sollten Sie sich die Zutaten für ein kleines Picknick kaufen. Das nehmen Sie in einer versteckten Oase der Stille ein, dem Garten des Palais Royal.

Pâtisserie Stohrer

Konditorei

51, rue Montorgueil
www.stohrer.fr  

 

Vielleicht wollen Sie lieber zu moderaten Preisen bei einem Sternekoch speisen? Kein Problem, geht doch der neueste Trend unter Pariser Spitzencuisiniers zum Bistro. Antoine Westermann bietet sogar Tagesgerichte für weniger als 20 Euro an.

Drouant

Restaurant
16 – 18, place Gaillon
Reservierung empfohlen: Tel : +33 1 42 65 15 16
www.drouant.com

 

Frisch gestärkt statten Sie dem Louvre einen Besuch ab, wo Sie, wenn Ihnen die Schlange zum Museum zu lang ist, zumindest die faszinierende Eingangspyramide aus Glas bestaunen sollten. Weiter geht es durch den Jardin des Tuileries, der mit strenger Geometrie, fantastischen Blickachsen und kleinen Cafés überrascht. Folgen Sie dem Lauf der Seine zum Petit Palais, wo Sie u.a. Kreationen von Yves Saint Laurent, dem 2008 verstorbenen Moderevolutionär, bestaunen können.

Jetzt haben Sie die Wahl: weiter zum Palais de Tokyo mit seinem Restaurant Tokyo Eat (modernes Interieur, moderne Küche) und dem spektakulären Terrassenblick auf die Stadt, und dann zum Trocadéro mit seinen Skatern und dem besten Blick auf den Eiffelturm.

Tokyo Eat
Restaurant
13, avenue du Président Wilson
www.palaisdetokyo.com  

Oder sie schlendern die Champs Elysées entlang zum Arc de Triomphe, von wo aus Sie die Métro zur Place Blanche nehmen. Vorbei an den berühmt-berüchtigten Cabarets schlendern Sie in Richtung Sacré Cœur. In der Rue Lepic können Sie das zurzeit berühmteste Café von Paris besuchen: Das Café des Deux Moulins ist Teil der wunderbaren Welt der Amélie im gleichnamigen Film.
Eine Ecke weiter lockt das Un Zèbre à Montmartre bis spät nachts mit Lyoner Küche im jungen Stil.

Café des Deux Moulins
Kaffeehaus
15, rue Lepic  

Un Zèbre à Montmartre
Restaurant

38, rue Lepic
http://unzebre.free.fr

An der Sacré Cœur angelangt, sollten Sie die letzte Steigung nicht scheuen und sich unter das bunte Völkchen auf der Treppe mischen – der Blick auf die Stadt ist einmalig!

 

Mit dem Rad unterwegs  

In Paris gibt es immerhin 370 km Radwege. Dennoch bleibt das Radeln in der Innenstadt Geschmackssache – aber für kurze Wege lohnt es, auf den Sattel zu steigen.
Organisierte Touren führen meist in die ruhigeren Bezirke der Stadt und sind eine prima Sache, wenn man Paris zum zweiten oder dritten Mal besucht.  

Vélib ist ein System von Leihfahrrädern. Per Bankkarte kauft man ein Tages- oder Wochen-Abonnement, mit dem man an hunderten von Stationen tausende von Fahrrädern ausleihen und zurückstellen kann. Ideal für kurze Strecken von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit.  

Paris à Vélo c’est Sympa!
Bieten geführte Touren, für Gruppen nach Voranmeldung auch auf Deutsch, freitags, samstags und sonntags, ca. 3 Stunden, an. Ansonsten Fahrradverleih.

Paris à Vélo c’est Sympa!

Radtouren / Fahrradverleih
22, rue Alphonse Baudin
www.parisvelosympa.com

Weitere Restaurant-Tipps finden Sie unter franceguide.com
Oder lesen Sie Juliettes Tipps zu Essen gehen in Paris...

Zum Artikel

Sind Sie auf den Geschmack gekommen?
Ein Klassiker den Pariser Bistros ist die Zwiebelsuppe. Hier zum nachkochen:

Soupe à l'oignon
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