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Sommer am Mittelmeer

Reizvolle Tage an der Küste und im Hinterland

Baden, genießen und#das Mittelmeer immer im Blick

Die Côte d’Azur ist die Urlaubsregion am Mittelmeer – legendär, mondän und von unvergleichlicher Schönheit. Die malerischen Fischerdörfchen westlich der italienischen Grenze wurden Ende des 19. Jahrhunderts von reichen Engländern als Urlaubsorte entdeckt. Das besondere Licht an der Küste zog immer mehr Künstler an, bevor in den 50-er und 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts die Größen von Film und Jetset die Region weltberühmt machten.
Die Schönheit der Gegend lohnt immer einen Besuch. Städte und Dörfer haben viel Authentisches bewahrt, und schon ein wenig abseits der Küstenlinie verläuft sich der Rummel. Kulinarische Genüsse locken überall, und zusammen mit Sonne und Meer verwöhnen sie die Besucher.

Die folgende Route verbindet den Trubel der Küstenorte mit der Ruhe des Hinterlandes. Jedoch empfiehlt es sich, auch in den abgelegeneren Gegenden Unterkünfte und Restaurantplätze zu reservieren. Und an den meisten Stränden sollten Sie sich Liegestuhl und Sonnenschirm sichern! Die Route beschreibt drei Reisetage und gibt Tipps für anschließende Badetage am Meer.

Anreisetag – Südfrankreich genießen

Die Anreise erfolgt über Nizza. Für die Übernachtung sollten Sie dennoch ein wenig weg von der Küste fahren, da das Preis-Leistungsverhältnis dort in der Regel besser ist.

Die erste Station ist Sospel, im bergigen Hinterland von Menton gelegen. Nach dem Einchecken stimmen Sie sich mit einem Spaziergang auf den südlichen Flair Frankreichs ein. Im Hotel-Restaurant wird übrigens marktfrisch und landestypisch gekocht: Gönnen Sie sich gefüllte Zucchiniblüten und Fisch in der Salzkruste.

Hôtel des Etrangers
Hotel und Restaurant
7, bd. de Verdun
06380 Sospel
www.sospel.net

1. Tag

Von den Gärten Mentons bis nach Cagnes-sur-Mer

Am nächsten Morgen brechen Sie auf nach Menton. Das Städtchen ist berühmt für seine üppigen, über 100 Jahre alten Gärten, die im milden Klima prächtig gedeihen. Genießer suchen am Vormittag den Marché Couvert auf, eine besonders hübsche Markthalle aus dem Jahr 1890, direkt am Quai de Monléon. Hier gibt es täglich frischen Fisch und jede Menge Obst und Gemüse (z.B. die typischen kleinen, violetten Artischocken).
Menton
ist die Stadt des berühmten Zitronenfestes im Februar, und Sie sollten unbedingt Zitronenkonfitüre mit nach Hause nehmen. Als Mittagssnack können Sie in der Markthalle die Spezialität Socca (Kichererbsenfladen) probieren. Oder Sie kehren in einem der Restaurants in der Nähe des alten Hafens ein, z.B. im Au Pistou, einem traditionsreichen Familienrestaurant. Auf der Karte: vor allem Fisch.

Le Marché Couvert
Markthalle

Quai de Monléon
06500 Menton
www.tourisme-menton.fr/La-rue-pietonne-et-les-marches.html  

Au Pistou
Restaurant

9, quai Gordon-Bennett
06500 Menton  

Sollten Sie ein Cabrio gemietet haben, setzen Sie jetzt Sonnenbrille und Kopftuch auf, denn es geht über die N7 in Richtung Nizza. Die sogenannte Moyenne Corniche ist eine in den Fels gehauene Straße mit typischem 60-er Jahre Filmstar-Flair. Sie umfährt Monaco und führt vorbei an etlichen Villages perchés – kleinen Dörfchen, die förmlich an den Felsen zu kleben scheinen. Ziel für heute ist Cagnes-sur-Mer, wo es sich beispielsweise im Hotel Le Grimaldi gut wohnen und essen lässt.

Le Grimaldi
Hotel und Restaurant

6, place du Château Haut-de-Cagnes
06800 Cagnes-sur-Mer
www.hotelgrimaldi.com

2. Tag

Nizza traditionelle Spezialitäten und moderner Chic

Dieser Tag ist komplett der wunderbaren Stadt Nizza gewidmet. Am besten nehmen Sie dort schon das Frühstück ein: Von einem Café an der Cours Saleya, dem Obst- und Gemüsemarkt, aus können Sie das bunte Treiben der Händler, Lieferanten und Hausfrauen beobachten.
Oder Sie stürzen sich gleich selbst ins Getümmel – das bunte Angebot ist nicht nur eine Augenweide, es gibt auch unzählige Gelegenheiten, die Spezialitäten zu probieren. Nicht verpassen: die berühmten kleinen, schwarzen Nizza-Oliven. Dazu ein Socca – und man meint, viel höher könne das Feinschmeckerherz nicht mehr schlagen!
Bei einem Rundgang durch die Altstadt wird es jedoch eines Besseren belehrt: Olivenöl- und Weinhändler haben sich hier niedergelassen, und außer Spezialitäten zum Mitnehmen wie Tapenade (Olivencreme) und Anchoïade (Sardellencreme) bieten viele Läden leckere Imbisse an. Bei Oliviera etwa empfiehlt es sich, Linsensuppe mit Mangold oder Raviolis niçois, mit Rindfleisch und Mangold gefüllte Teigtaschen, zu probieren.

 

Oliviera
Restaurant

8 bis rue du Collet
06300 Nizza
www.oliviera.com


Keinesfalls versäumen dürfen Sie Pan bagnat – es ist der Inbegriff der Nizzaer Küche und überall erhältlich. Das Geheimnis dieses Sandwiches ist das Olivenöl, in dem das Innere des Brötchens „gebadet“ wird. Obenauf türmt man einen kompletten Salade Niçoise – jede Menge Rohkost, Eier, Oliven und Sardellen. Wenn Sie außerdem Artischockenherzen und Bohnen darauf finden, können Sie sicher sein, einen der leckersten Snacks des Mittelmeerraums zu genießen.
Kulturelle Leckerbissen liegen dicht beieinander auf dem Cimiez-Hügel: das Palais Régina, in dem Henri Matisse malte und lebte, das Musée Matisse, das Archäologische Museum und das Monastère, ein Franziskanerkloster aus dem 16. Jahrhundert.  

Zur Erholung schlendern Sie entlang der Promenade des Anglais, lassen sich auf einer der weißen Bänke nieder und schauen aufs Meer – oder beobachten das entspannte Treiben auf der Promenade und saugen das Flair der Küstenstadt auf.
Unterhalb der Promenade erstrecken sich die Strände von Nizza – warum mieten Sie sich also nicht für ein paar Stunden einen Liegestuhl?  

Ruhigere Gemüter kehren zum Übernachten zurück nach Cagnes-sur-Mer, Partyfreunde mieten sich stilecht im ultra-schicken Design-Hotel ein.

Hi Hotel
Designhotel

3, av. de Fleurs
06000 Nice
www.hi-hotel.net

3. Tag

Grasse die Stadt der Düfte

Dieser Tag ist optional für diejenigen, die einen Tag lang auf das Meer verzichten wollen. Sie können die Route auch direkt mit dem 4. Tag weiter verfolgen.
Wer sich gerne mit guten Düften umgibt, fährt ins bergige Hinterland nach Grasse. Die Stadt ist bei uns vor allem durch Patrick Süskinds Roman „Das Parfum“ bekannt geworden und ist nach wie vor die Parfüm-Metropole Europas. Deshalb sollten Sie unbedingt das Internationale Parfümmuseum besuchen – die empfehlenswerte Alternative zu den überlaufenen Parfümfabriken, die ebenfalls Besichtigungen anbieten.

Am ersten Augustwochenende lockt übrigens das Jasminfest mit verführerischen Düften und zauberhaften Blüten nach Grasse.  

Musée International de la Parfumerie
Parfümmuseum

2 boulevard du Jeu de Ballon
06130 Grasse
http://en.museesdegrasse.com

In typisch provenzalischem Ambiente übernachten Sie im Hotel Le Patti im Herzen der mittelalterlichen Stadt. Für Gäste gibt es ein Restaurant, oder Sie gehen ein paar Schritte zur Bistroküche des Café Arnaud.

Charm Hôtel Le Patti
Hotel und Restaurant für Gäste

Place du Patti
06130 Grasse
www.hotelpatti.com/gb.html  

Café Arnaud
Bistroküche

Place de la Foux
06130 Grasse

4. Tag

Gourmetfreunden von Cannes bis St-Tropez

Heute geht es weiter nach Cannes. Werfen Sie einen Blick auf die spektakulären Hotels an der Croisette, in denen zu Zeiten des Filmfestivals die Prominenz absteigt. Eine Berühmtheit anderer Art finden Sie im Restaurant La Mère Besson. Seit den 1930-er Jahren werden hier traditionelle Gerichte in höchster Qualität serviert. Die für die Mittelmeerregion typische Knoblauchsoße aïoli ist Höhepunkt des Genusses – Vorsicht: Suchtgefahr!
Vom malerischen alten Hafen aus lohnt es sich, durch die steilen Gässchen des Altstadtviertels Le Suquet zur Kirche Notre-Dame de l’Espérance zu steigen – der Blick über die Bucht von Cannes und das Esterel-Massiv ist schlicht atemberaubend!

La Mère Besson
Restaurant

13, rue des Frères Pradignac
06400 Cannes  

Weiter geht es entweder über die Küstenstraße oder durch das Massif de l’Esterel nach St-Tropez. Bei allem bunten Jetset-Treiben hat das ehemalige Fischerdorf seinen Charme behalten. Flanieren Sie auf den Quais des Jachthafens und durch die Altstadtgassen zur Place des Lices. Hier sollten Sie im Salon de Thé der Boulangerie La Tarte Tropézienne die gleichnamige Spezialität des Hauses probieren. Der Legende nach soll sie schon Brigitte Bardot geliebt haben...

La Tarte Tropézienne
Teehaus und Backstube

Place des Lices
83994 St-Tropez
www.tarte-tropezienne-traiteur.com

 

Weitere Tage

Sommerurlaub mit leckeren Delikatessen, Sonne und Meer

Wenn Sie nicht gerade Wert auf das ausschweifende Nachtleben in St-Tropez legen, mieten Sie sich etwas fern der Küste ein. Der Ort Grimaud liegt am Rande des mediterranen Gebirgszuges Massif des Maures, der mit typisch provenzalischen Kräuterdüften und Korkeichenbewuchs zu Wanderungen einlädt.
Dort empfiehlt sich das Hotel La Boulangerie.

Zum Baden fahren Sie von hier aus an St-Tropez vorbei zum Cap Taillat, wo Sie zu Fuß die herrlichsten Strände erreichen. Auf dem Rückweg können Sie über die Plage de la Bonne Terrasse fahren und im Chez Camille bei der angeblich besten Bouillabaisse der Region die Sonne im Meer versinken sehen. Wetten, dass Sie noch einige Tage in dieser Gegend verbringen werden?  

Hôtel La Boulangerie
Hotel

Route de Collobrières
83310 Grimaud
www.hotel-laboulangerie.com

Chez Camille
Restaurant

qu. Bonne Terrasse
83350 Ramatuelle

Sie wollen mehr über "Die Küche der Sonne" wissen? www.franceguide.com bietet Ihnen weiterführende Informationen zu lokalen Spezialitäten, gute Adressen für Köstlichkeiten, Kochkurs-Tipps und alles über die Kochvirtuosen der Côte d'Azur.

Lust auf einen Salade Niçoise bekommen?
Hier finden Sie das Rezept mit frischem Thunfisch...

Salade Niçoise
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